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Der Workshop -
Joomla und Drupal im Vergleich

15.10.2008 in Fürth:
Powerworkshop
mit Hagen Graf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      Content Management Systeme (CMS)

 

Was sind überhaupt Content Mangement Systeme?

Bis vor ca. 4-5 Jahren wurden Internetauftritte üblicherweise in einer Programmiersprache wie HTML, PHP oder mit Flash erstellt. Die Programmierer verwendeten dazu Editiersoftware, wie z.B. Dreamweaver™, Frontpage™ oder Netfusion™, weiterhin Bildbearbeitungsprogamme und jede Menge Tools. War eine Seite programmiert, so wurde sie mittels eines FTP-Programmes ins Web hochgeladen, also vom PC des Programmieres auf den Webserver des Providers überspielt.

Für Sie als Kunden waren und sind alle diese erforderlichen Softwareprodukte und deren Bedienung meist "böhmische Dörfer", Ihre Kernkompetenzen liegen anderswo, sonst würden Sie uns nicht beauftragen.

Der Besucher Ihrer Webseiten hat es vergleichsweise leicht, er benötigt nichts weiter als einen beliebigen Browser, z.B. den Internet Explorer™ oder Firefox™ , um im Internet zu surfen und das Ergebnis zu betrachten.

Wünscht ein Kunde nun eine Aktualisierung seines Auftrittes, z.B. einen neuen Termin unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen", so bittet er seine Internetagentur, diese Änderung einzupflegen.

Und wenn Sie, der Kunde das nun selber tun möchte?

Es würde den Vorgang abkürzen, der Termin wäre schneller online und es wäre zudem kostengünstiger, wenn Sie ein einfaches Instrument hätten, mit dem Sie solche kleinen Änderungen an der eigenen Website selbst durchführen könnten.

Die Lösung dafür heißt Content Management System, kurz CMS. Auch hier gibt es eine Vielfalt an Einzelprodukten von "umsonst" bis "teuer".

Die CMS-Programme heißen z.B. WordPress, Joomla!, DRUPAL, TYPO3 usw. Es sind die Programme, mit denen der vorhandene Webauftritt einmalig "umfunktioniert" wird, so dass fortan jeder, der die Benutzerkennung hat, OHNE Programmier- kenntnisse, ganz einfach und nur mittels Browser (und gegebenefalls Bildbearbeitungssoftware) im bestehenden Auftritt Texte (und Bilder) tauschen und manchmal sogar neue Menüpunkte einpflegen kann.

Die Leistungsfähigkeit der CMS-Programme ist unterschiedlich: alle bieten Zusatzfunktionen wie Kontaktfomular, Fotogalerien, Gästebuch, Statistiken. Wenige bieten ausreichend professionelle Module wie Terminkalender, Adressverwaltung und Newsletter. Einige sind schwach bei Mehrsprachigkeit, andere bieten keinen ausreichenden guten Onlineshop. Nur wenige der kostenlosen oder kostengünstigen CMS bieten umfangreiche Möglichkeiten der Rechtevergabe (beispielsweise bestimmten "Redakteuren" nur bestimmte Seiten oder Seitenteile für Änderungen zu öffnen).

Je nach Anforderungen wird also für jeden Kunden ein anderes CMS das OPTIMALE CMS sein.

Wozu braucht man noch die Agentur?

Ein CMS auszuwählen, zu installieren und für den Kunden mit dessen individuellem Layout und Anforderungen anzupassen, dies erfordert eine gehörige Portion Know-how und Einarbeitung. Wir sind der Meinung, dass man sich als Webenentwickler nicht in mehr als drei, max. vier Systeme parallel einarbeiten kann und sollte.

Man kann schon, jedoch meines Erachtens nicht tief genug, nicht professionell genug. Man tanzt auf zu vielen Hochzeiten. Agenturen entscheiden sich üblicherweise für wenige Systeme bzw. kooperieren mit Spezialisten.

Und Kunden, die mit einem CMS nun alles selber machen möchten, also auch die Installation, werden an dieser Stelle enttäuscht: Bis das CMS "läuft", benötigen Sie wie gehabt gute Programmierkenntnisse, mindestens HTML, CSS, PHP, Javascript und Bildbearbeitung.

Als Vergleich: Sie können sehr wohl ein Auto fahren, werden aber kaum versuchen, das Auto alleine zu bauen ...

Sie möchten endlich auch ein CMS?

Kein Problem. medi-data hat sich bei komlexen Auftritten oder solchen, die skalierbar sein müssen für TYPO3 entschieden. TYPO3 ist barrierearm, suchmaschinenfreundlich und zukunftssicher. Für Ihre TYPO3 Auftrite haben wir eine rein auf TYPO3 spezialisierte Webentwicklerin im Team.

Bei mittleren Anforderungen setzen wir Joomla! ein. Seit der Version 1.5 können wir auch hier von einem barrierearmen, suchmaschinenfreundlichen CMS sprechen. Joomla! ist wesentlich einfacher zu installieren und konfigurieren als TYPO3, daher ist die Erstellung eines Auftrittes hiermit auch günstiger. Grenzen erfährt es in der Rechtevergabe.

DRUPAL ist in Planung und wir starten, sobald wir einen spezialisierten Programmierer im Umkreis von 40 km gefunden haben.

Bei kleinen Auftritten bzw. wenn die Anforderungen in etwa dem bisherigen statischen Auftritt entsprechen, wählen wir WordPress, eigentlich bekannt als Blog-System, jedoch auch ein pfiffiges CMS.
Alle hier genannten CMS sind in einem überdurchschnittlichem Maß geeignet für Suchmaschinenoptimierung und barriereareme Gestaltung von Webauftritten.

Alle sind OpenSource Software und damit kostenlos verfügbar. Sie bezahlen also nur den Aufwand, Ihren Auftritt auf ein CMS umzustellen und sich von uns einmal einweisen zu lassen, wie Sie fortan selbst Ihren Auftritt pflegen. Sie brauchen uns danach nur noch, um größere Veränderungen am Auftritt vornehmen zu lassen oder für künftige Software-Updates, sofern überhaupt erforderlich.

Das hört sich toll an, wo ist der Haken?

Sie haben richtig vermutet, es gibt mögliche Haken.

1. Manche CMS-basierte Websites lassen sich weniger gut und weniger einfach für Suchdienste optimieren. So muss der Kunde also im Extremfall entscheiden zwischen "gefunden werden" und "selber aktualisieren", im Normalfall zwischen Kosten durch Eigenpflege sparen und gleichzeitig einen höheren Aufwand bei der Erhaltung seiner Suchmaschinenpositionen zu betreiben. Deshalb konzentrieren wir uns nur ausschließlich auf CMS, die für Suchmaschinen auch optimierbar sind.

2. Die Erstellung des Auftrittes ist zunächst etwas teurer. Einen Auftritt auf ein CMS umzustellen ist im ersten Schritt der Entstehung oder Umstellung ein einmaliger Mehraufwand gegenüber einer herkömmlichen Programmierung.
Dieser Mehraufwand muss sich über eingesparte Aktualisierungen erst amortisieren. Besteht nahezu kein Aktualisierungsbedarf, so wäre ein statischer Auftritt vermutlich auch heute immer noch die kostengünstigere Wahl.
Jedoch: viele Agenturen bieten keine statischen Auftritte mehr an. U.a. weil die laufende Webseitenbetreuung ansonsten auch für die Dienstleister kaum mehr beherrschbar ist.
So auch bei medi-data. Wir bieten seit Ende 2007 ausschließlich Auftritte auf Basis von CMS an und begründen dies auch:

Sie würden heute auch kein Auto mehr ohne Kat kaufen, obwohl eines ohne natürlich billiger wäre.
Ein Internetauftritt mit CMS, das ist heute ganz einfach "State of the Art". Und wir drehen Ihnen 2008 kein Auto ohne Kat an.

Wenn Sie im Jahr 2008 noch einen Dienstleister finden, der Ihren Auftritt komplett "flasht" oder gar mit Frames oder ganzseitigen Grafiken darstellt, dann fragen wir Sie:
"Möchten Sie sich das nicht noch einmal überlegen?".

Denn eine "Zulassung" bei Google & Co. oder bei physisch eingeschränkten Menschen (z.B. Menschen mit Sehhilfen) bekommen Sie mit diesen veralteten Programmiermethoden niemals. Es verhält sich dann ähnlich, wie beim Auto ohne Kat, das nämlich steht in der Garage, da für den heutigen Verkehr nicht tauglich.

3. Ein CMS ist ein Softwaareprodukt und unterliegt üblicherweise Lizenzgebühren.
Man braucht zwar nun nur noch diese eine Software plus ein Bildbearbeitungs- programm, um Webseiten zu erstellen und zu pflegen, aber ein CMS kostet schon mal 2.000,- oder auch 20.000,- Euro. Und wie bei jeder Software kommen in unregelmäßigen Abständen Updates auf Sie zu. All dies also ein Kostenfaktor, der Ihr Budget erheblich belastet.
Aber es geht auch ohne Lizenz- und Updategebühren: mit OpenSource Programmen - und nur solche verwendet medi-data.

Weil Mitbewerber, die ausschließlich lizenzpflichtige und/oder eigenentwickelte CMS anbieten (proprietäre Software) an dieser Stelle regelmäßig "VETO" rufen, möchte ich das näher ausführen:

  • Natürlich gibt es jenes barrierearm codierte eigenentwickelte "Ausnahme-CMS".
    Aber doch nicht umsonst?!
  • Natürlich sind auch einige wenige dieser CMS sinnvoll und komfortabel für Suchmaschinen optimierbar. Mir ist nur noch nie eines begegenet.
  • Und: Sie binden sich mit einem proprietären System an eine ganz bestimmte Internetagentur. Das ist ein bisschen wie "heiraten". Vorbei ist es mit der Freiheit der Agenturwahl.
  • Mit TYPO3, Joomla!, DRUPAL oder WordPRess haben Sie deutschlanweit mindestes 800 Internetagenturen, aus denen sie wählen können und die sich mit dem CMS auskennen. Es gibt für alle 4 eine große Entwicklergemeinde, die sich stetige Weiterentwicklung kümmert.

Wer braucht ein CMS?

  • Jeder Kunde, der selber per Browser aktualisieren möchte.
  • Jeder Kunde, der ein hohes Aktualisierungsaufkommen hat.
  • Jeder Auftritt, der groß ist (mehr als 50 Seiten hat, Portale, Onlineshops mit vielen Artikeln).
  • Jeder Kunde, der einen mehrsprachige Auftritt hat oder plant.
  • Jeder Auftraggeber, der mehrere Mitarbeiter zur Seitenpflege einsetzt.

Ein CMS eignet sich also insbesondere für Auftritte, die langfristig bestehen und einen hohen Aktualisierungsgrad haben und/oder für große Auftritte, die herkömmlich nicht mehr administrierbar sind.

Also für jeden? Ja, für jeden. Denn sehen wir der Wahrheit ins Gesicht:
sollte Ihr Internetauftritt nicht ohnehin ständig aktuell gehalten werden?

Falls Sie bislang zur "Fraktion der Statiker" gehört haben, dann fragen wir Sie jetzt, warum Sie in den vergangenen Jahren so selten etwas an Ihrem Auftritt geändert haben.

  • Vermutlich, weil keine Preise auf der Website waren?
  • Weil keine aktuellen Angebote dort gelistet wurden?
  • Weil man weder Ansprechpartner noch Öffnungszeiten nannte?
  • Weil es kein Kontaktformular gab, keinen Routenplaner?
  • Weil man sich genau mit dieser Strategie so prima um Aktualisierungen drücken konnte?
  • Ihren Webmaster haben Sie einmal jährlich kontaktiert, um die Jahreszahl beim Copyright zu verändern oder weil eine neue Impressumsvorschrift zum Update zwang?

Das ist kein Vorwurf. Wir verstehen das durchaus. Wir haben selbst eine ganze Reihe solcher Kunden. Das ist nicht ungewöhnlich, denn genau das WAR eine ganze Zeit "State of the Art".

Aber ist ein solcher Auftritt heute noch zeitgemäß? Kann man damit erfolgreich sein? Generierten Sie damit wirklich Neukunden über das Internet? Wir meinen eindeutig: NEIN! Und wem Vergleichbares heute noch ausreicht, der braucht vermutlich gar keinen Auftritt.

Was kostet ein CMS?

Diese Frage gleicht der hier: "Was kostet ein Auto?"

Ein CMS-gesteuerter Auftritt muss genau wie auch herkömmliche Programmierung individuell kalkuliert werden. Er ist etwas aufwändiger zu erstellen und daher auch in der Herstellung teurer (grob geschätzt: 1,5 Mal so hoch).

Hat Ihr Aufritt eine geringe Aktualisierungsfrequenz, so dauert es lange (manchmal Jahre) bevor sich die Mehrkosten für ein CMS amortisieren. Ist die Aktualisierungsfrequenz hoch, so sparen Sie den Mehrpreis schnell wieder ein.

Eine kleine Lösung (WordPress mit einem 10 Seiten Auftritt) gibt es suchmaschinenoptimiert bereits ab 1.250,- Euro,
eine Lösung mit TYPO3 und einigen typischen Modulen beginnt ca. ab 2.200,- Euro.

Lassen Sie sich gerne ein individuelles Angebot erstellen.

 

Hintergrundwissen
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